Die Nachwuchsbundesliga erlebt am 29. November ihren großen Höhepunkt – und Heidelberg wird zur Turn-Hauptstadt des Landes. Schon ab 9:00 Uhr gehört der SNP dome den stärksten Nachwuchsturnern Deutschlands, die sich über drei Wettkampftage hinweg durch ihre Staffeln gekämpft und für das „Final Six“ qualifiziert haben.
Die sechs Mannschaften aus Nord und Süd bringen dabei nicht nur technische Präzision und spektakuläre Leistungen mit, sondern vor allem eines: pure Zukunft des deutschen Turnens.
Seit März fegten die Talente über die Geräte, lieferten Punkt an Punkt, und entwickelten sich Wettkampf für Wettkampf sichtbar weiter. Nun treffen die drei besten Teams des Südens und die drei stärksten Mannschaften des Nordens direkt aufeinander – ein Showdown, der kaum besser besetzt sein könnte. Für Fans bedeutet das Turnen auf höchstem Niveau, für die Athleten eine Bühne, auf der man sich beweisen, wachsen und glänzen kann.
Und für Heidelberg die Chance, ein Finale zu erleben, das jung, wild und sportlich absolut hochklassig ist.
Wer dieses Event live miterleben will, sollte früh dran sein:
Start ist bereits um 9:00 Uhr.
Tickets gibt es unter:
www.dtl-finale-tickets.de
Nachwuchsbundesliga Süd – Heimstärke, Medaillen und starke Saison
Die Süd-Staffel präsentierte sich in diesem Jahr als besonders kraftvoll. Schon früh zeichnete sich ab, dass Baden-Württemberg, Bayern und Straubenhardt die Plätze im Finale unter sich ausmachen würden. Woche für Woche steigerten sich ihre Athleten, und während manche Turner bereits bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Podium standen, nutzten andere die NBL für ihren großen Durchbruch.
TurnTeam Baden-Württemberg – das dominierende Heimteam mit Medaillen im Gepäck
Baden-Württemberg war in dieser Saison das Team, das alle anderen jagten. Vom ersten Wettkampf an turnte die Mannschaft wie ein Titelanwärter: stabil, selbstbewusst und technisch reifer als die Konkurrenz. Dass das Team gleich drei DJM-Medaillengewinner in seinen Reihen hat, war in jeder Phase der Saison zu spüren.
Allen voran zeigte Alexander Belenki, warum er in der Altersklasse 14 zu den größten Talenten Deutschlands gehört. Seine Technik an Barren und Reck war durchgängig eine Klasse für sich und trug entscheidend dazu bei, dass Baden-Württemberg in allen drei Wettkämpfen über 200 Punkte lag. Daneben turnte Andrei Mihai eine Saison, in der man ihn nur schwer bremsen konnte. Seine DJM-Erfolge spiegelten sich auch in der NBL wider: besonders am Pferd und an den Kraftgeräten war er so dominant, dass er regelmäßig die höchsten Tageswerte der gesamten Staffel erzielte.
Auch Nico Baur sorgte Woche für Woche für Highlights. Seine explosiven Sprünge und sein sauberes Bodenturnen gaben dem Team den Punch, den ein Meisterschaftsfavorit braucht. Ergänzt wurde dieser starke Dreierblock von Hanzhang Liu, der aus dem 12–14er Jahrgang zuverlässig das lieferte, was ein Finale braucht: konstante Punkte und Ruhe auf den Geräten.
Baden-Württemberg reist nicht einfach zum Finale – sie kommen als Heimteam, als Favoriten und als Mannschaft, die seit März eine sehr klare Botschaft sendet: Wer uns schlagen will, muss perfekt turnen.
Turn Team Bayern – die Saison der Präzision und technischen Klarheit
Bayern war in dieser Saison das Team, das vielleicht am meisten überraschte – nicht durch DJM-Medaillen, sondern durch die bemerkenswerte Konstanz ihrer jungen Turner. Kaum ein Team zeigte so saubere Übungen und so wenige Ausreißer wie der bayerische Nachwuchs.
Vor allem Makar Lypchanskyi steigerte sich von Woche zu Woche. Während er im ersten Wettkampf noch punktete wie ein talentierter Mehrkämpfer, lieferte er in Wettkampf zwei und drei Leistungen ab, die ihn zu einem der stärksten Turner des gesamten Südens machten. Seine Entwicklung ist einer der großen Saisonstories.
Tim Berger war der Inbegriff von Präzision: Er turnte ruhig, konzentriert und clever – und genau diese Mischung half Bayern mehrfach, zwischen Platz zwei und drei zu bestehen. Maximilian Ernst nahm über die Saison hinweg die Rolle des Stabilitätsankers ein. Egal ob Boden, Barren oder Reck – Ernst hielt das Team im Rennen und lieferte in den entscheidenden Momenten ab.
Bayern kommt ohne große Titel, aber mit einer Saison, die zeigt, wie viel man mit Disziplin und technischen Feinheiten erreichen kann.
KTV Straubenhardt – das Uhrwerk des Südens
Straubenhardt ist das Team, das niemand unterschätzen darf – und das liegt nicht nur an der Tradition. Die Mannschaft turnte von Wettkampf zu Wettkampf wie ein Uhrwerk. Nie spektakulär, aber immer gut – und manchmal ist genau das der Schlüssel, um im Finale ganz vorne mitzuspielen.
Ben Arendt war dabei das Gesicht des Teams. Seine DJM-Erfolge gaben ihm Rückenwind, den er in der NBL eindrucksvoll nutzte. Besonders am Boden und am Reck zeigte er eine Konstanz, die in dieser Altersklasse selten ist. Neben ihm entwickelte sich Raphael Wolfinger im Verlauf der Saison zu einem echten Leistungsträger. Sein starker dritter Wettkampf war ein Signal: Wer Straubenhardt schlagen will, muss an sechs Geräten stabiler sein.
Alessandro Arlia rundete das Team ab. Er war derjenige, der an jedem Wettkampf solide turnte, nie patzte und genau jene Sicherheit bot, die Straubenhardt in engen Situationen brauchte.
Die Nachwuchsbundesliga Nord – Präzision, Teamgeist und starke 12–14er
Während der Süden viel Glanz und Feuer in die Saison brachte, überzeugte der Norden durch Ausgeglichenheit, saubere Technik und erstaunliche Reife in den unteren Altersklassen. Drei Teams setzten sich auch hier klar ab – und jedes tat es mit einer eigenen Identität.
Turn Team Nord – das Modell „konstant gut“
Das Turn Team Nord war über die gesamte Saison das stabilste Team der Staffel. Keine überragenden Showelemente, keine wackligen Wettkämpfe – dafür ein konstantes, klug aufgebautes Team, das in jedem Durchgang seine Pflicht und Kür ablieferte.
Matvey Fokin setzte als kompletter Mehrkämpfer die Akzente. Seine Stärke lag nicht nur darin, überall gute Werte zu bringen, sondern darin, keine Schwächen zu zeigen. Zusammen mit Louis Kasper, der vor allem am Boden und an den Reckgeräten starke Saisonwerte turnte, und Max Henri Hermann bildete er ein Trio, das im Finale jederzeit gefährlich werden kann.
Turnteam Berlin-Halle – die Young Guns aus der Hauptstadt
Berlin war in dieser Saison das Team mit den jüngsten, aber vielleicht spannendsten Talenten der NBL. Die Mischung aus einem 12-Jährigen und zwei 14-Jährigen brachte frischen Wind in die Staffel – und die Ergebnisse gaben ihnen recht.
Davis Pister turnte regelmäßig Mehrkämpfe über 60 Punkte und zeigte eine Reife, die für sein Alter beeindruckend ist. Noah Föllner, als jüngster Turner der Finalteams, überraschte immer wieder durch seine Coolness und technische Klarheit. Mit James Zinzen kam zusätzlich ein Turner ins Team, der vor allem an den Hang- und Stützgeräten punktete und Berlin mehrfach auf Platz zwei hielt.
SC Cottbus – Erfahrung trifft Nachwuchsentwicklung
Cottbus bleibt ein Name, der im deutschen Turnen Gewicht hat – und das zeigte die Mannschaft auch in der diesjährigen Saison. Die Lausitzer kombinierten Routine mit starken Nachwuchsleistungen und positionierten sich damit verdient im Finale.
Artem Yarovyi war der erfahrenste Athlet der Nord-Teams und brachte die Ruhe und Sicherheit, die man an großen Wettkampftagen braucht. Fabio Schmidl überzeugte als einer der saubersten Mehrkämpfer des Nordens und gab dem Team über die Saison hinweg Stabilität.
Ben Kirsch, noch jung und voller Energie, machte mit seinen nervenstarken Auftritten klar, dass Cottbus auch im Nachwuchsbereich hervorragend arbeitet.

