Die KTV Straubenhardt geht auch 2025 als klarer Favorit in das Meisterschaftsfinale der Deutschen Turnliga. Seit zwei Jahren dominiert Straubenhardt die Männer-Bundesliga nahezu nach Belieben und holte 2023 und 2024 den Titel – jeweils im Finale gegen den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau. Auch 2025 hat das Team die Liga mit beeindruckender Konstanz angeführt. Straubenhardt verbindet große Routine, taktische Reife und internationale Spitzenleistungen und gilt als die Mannschaft, die in Deutschland aktuell Maßstäbe setzt. Das Finale gegen Wetzgau ist erneut eine Neuauflage des großen Klassikers – doch der Titelverteidiger geht mit breiter Brust und enormer Kaderstärke an die Geräte.
Einer der wichtigsten Köpfe des Teams ist Andreas Bretschneider (36). Der Namensgeber des legendären „Bretschneider“-Elements am Reck turnt inzwischen ausschließlich an seinem Spezialgerät, bleibt aber als Mannschaftskapitän und Identifikationsfigur von unschätzbarem Wert. Seine Erfahrung, seine Präsenz und seine Fähigkeit, schwierige Übungen unter Druck sauber zu platzieren, machen ihn im Finale zu einem psychologisch bedeutsamen Faktor.
Neben ihm steht Lukas Dauser (32), einer der erfolgreichsten deutschen Turner der vergangenen Jahre. Nach seinem internationalen Karriereende im August 2024 konzentriert sich Dauser 2025 voll auf die Bundesliga und wird dort ausschließlich am Barren und Reck eingesetzt – zwei Geräte, an denen er weltweit zu den Besten gehörte. Seine Präzision und Ruhe sind weiterhin ein Gewinn für die KTV.
Die größten Punktelieferanten im Score-System sind jedoch Nils Dunkel (28) und Alexander Kunz (22). Dunkel, Europameister am Barren bei der Heim-EM 2025 in Leipzig, ist ein überragender Mehrkämpfer und an mehreren Geräten in der Lage, hohe Punktzahlen zu holen. Besonders am Pauschenpferd und am Barren ist er oft der entscheidende Unterschiedmacher.
Kunz, der zu Beginn der Saison vom TV Wetzgau nach Straubenhardt wechselte, hat sich sofort als Topscorer etabliert. Mit Deutschen Meistertiteln an Ringen und Reck sowie einer Silbermedaille im Mehrkampf zählt er zu den stärksten jungen Turner Deutschlands. Beide gemeinsam bilden das Herzstück des KTV-Score-Systems – zuverlässig, stabil und mit international konkurrenzfähigem Schwierigkeitsniveau.
Ein weiterer Leistungsträger von internationalem Format ist Illia Kovtun, seit Jahren einer der weltbesten Mehrkämpfer. Der mehrfache WM- und EM-Medaillengewinner, der 2024 bei den Olympischen Spielen im Mehrkampf Platz vier erreichte, turnt seit 2021 in der Deutschen Turnliga für die KTV Straubenhardt. Kovtun bringt Weltklasse-Difficulty an nahezu allen Geräten mit und war in den Finalduellen der vergangenen Saisons einer der entscheidenden Punktgaranten. Auch wenn er nicht in jedem Wettkampf eingesetzt wird, ist seine Präsenz im Kader ein deutlicher Qualitätsvorteil im Meisterschaftsduell mit Wetzgau.
Die KTV Straubenhardt reist somit mit einem Kader an, der Erfahrung, Weltniveau und taktische Stärke ideal verbindet. Die Stabilität der vergangenen beiden Jahre, die Dominanz im Score-System und die außergewöhnliche Leistungsdichte machen das Team auch 2025 zum großen Titelfavoriten. Das Finale gegen den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau wird erneut ein Duell auf höchstem Niveau – doch Straubenhardt geht mit der breiteren Mannschaft, den größeren Routiniers und den stärksten Punktelieferanten an die Geräte.
Der Titel-Hattrick ist greifbar – und die KTV will erneut beweisen, warum sie zurzeit das Maß aller Dinge im deutschen Gerätturnen ist.
